MKZWO Magazin

V.A. - Oh, dieser Sound / Stars spielen Superpunk

Ich mag Tribut-Alben. Als die Fehlfarben vor sechs Jahren ihr „26½“stes Jubiläum feierten, spielten sie ihre Hits erneut ein und ließen diverse Größen aus den 80ern (Sven Regener, Campino, Grönemeyer) und 90ern (Dirk von Lotzow, Jochen Distelmeyer) ans Mikrophon. Das Projekt scheiterte leider daran, dass die Düsseldorfer nicht annährend an den Drang ihrer Frühzeit heran kamen. Auch wenn dass bei den Hamburgern Superpunk sicher nicht der Fall gewesen wäre, treten hier komplette Gruppen zum fröhlichen Covern an. Erwartungsgemäß finden sich auf dieser Scheibe vor allem Künstler aus den 90ern (zwei Parallelen zum Fehlfarben-Tribut gibt es Frank Spilker & Bernd Begemann auch) und Nullerjahren (Egotronic, Tele), aber auch Andreas Dorau lässt es sich nicht nehmen, eine schräges Stück abzuliefern. Fettes Brot wiederum gehen es betont schwungvoll-stampfend an, während sich die Aeronauten treffsicher „Baby, ich bin zu alt“ unter den Nagel rissen. Jasmin Wagner, auch mal unter dem Namen als Blümchen als Nervensäge unterwegs gewesen, liefert eher solides Material ab, ähnlich wie die Mobylettes und Madsen. Schön eigen wiederum klingt Superpunks größter Hit „Neue Zähne für meinen Bruder und mich“, interpretiert von Station 17. Dazu kommen unter anderem noch zwei Bands aus dem Ausland, und zwar Al Supersonic & The Teenagers aus Spanien und Nom de Guerre aus Schweden. Oh, dieser Sound und vor allem diese Texte machen Laune!

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