MKZWO Magazin

Dope D.O.D. mit ihrem Album "Branded"

Man öffnet die Tore für seriösen Nachwuchs in der HipHop- Szene. Real HipHop mal etwas anders. Keine Masken, dicke Goldketten und nackte Frauen, obwohl die Verkleidung schon her muss für Skits Vicious, Jay Reaper und MC Dopey Rotten aka Dope D.O.D.. Aus einem kleinen Städtchen nicht weit der Deutschen Grenze, in Groningen (Niederlande) schallt es neue Töne.

Drei Typen, in keinem Fall unscheinbar und für den einen oder anderen etwas angsteinflößend, kreieren einen neuen Stil. Hardcore, HipHop und Dubstep, eine Kombination die Aufsehen erregt.Sie Starten durch und lassen sich auf ihrem Ritt nicht aufhalten. Gelandet sind sie bei Four Artists, supportet bei Europatourneen, haben sie bereits Größen wie KORN oder LIMP BISKIT. Beziehungsweise konnte Dope D.O.D., diese durchaus bekannten Bands direkt in ihren Bann ziehen und als Fans gewinnen. Ihr Stil ist nicht nur besonders, sondern vor allem qualitativ hochwertig. Ihr Englisch ist mehr als verständlich und ihre Texte teilweise etwas fragwürdig, aber gleichzeitig Sinn ergebend. Ihre düstere Seite ist offensichtlich, sie kommen schließlich aus einer Stadt, die sie selbst als die „Ghosttown“ bezeichnen. Eine Stadt, die geprägt ist von Perspektivlosigkeit und umschlungen von verarmter bäuerlicher Bewirtschaftung. Das bietet den Jungs scheinbar Motivation und die nötige Kreativität. Musik ist für sie eine Art der Verarbeitung dieser tristen Gegend.

Schnell und aggressiv, so äußern sich ihre Songs größtenteils, doch es geht auch ruhiger zu mit „Slowmotion“ beispielsweise. Erinnert wird man dabei an den gemütlichen Oldschool-HipHop. „We flow in Slowmotion“ - Ein Gefühl, dass sie beschreiben, welches sie wahrnehmen während sie alltäglich abhängen. Mit „Gatekeepers“ oder „Candy Flipping“ beweisen sie ebenfalls, sie haben eine ruhigere Seite. Andere Tracks, wie „What Happend“ sind ganz klar eine laute und krasse Seite ihrer. Kreativität ist bei den Jungs also nicht zu knapp vorhanden. Das Derbe kommt meist dann zur Geltung, sobald die Dubstep-Elemente eine entscheidende Rolle haben. Die Beats stellen ebenfalls eine Besonderheit dar und lassen öfters etwas Überraschendes für den Schluss übrig. Es ist eben der „Real-HipHop-Shit“, dem sich die Jungs ganz klar hingeben. Sie füllen ihre Inhalte mit Metaphern und malen ihren Zuhören Bilder, sie versuchen Gesellschaftskritik zu üben und gleichzeitig über alltägliche Situationen zu reflektieren. Die Vielfalt der Themen, die Dope D.O.D. Anspricht, beweist hier werden nicht etwa holen Phrasen verwendet, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Die Videos zu ihren Songs „What Happend“ und „Gatekeepers“ fördern ihre Aussagekraft und es gefällt einfach hier zu zu schauen zu verstehen. Skits Vicious, Jay Reaper und Mc Dopey Rotten beweisen gehaltvolles und explosives Auftreten. Ihre drei Flows bilden ein absolut einmaliges Zusammenspiel und machen so jeden Song zu einem individuellen Sound. Dope D.O.D. sind längst in der Szene angekommen und werden auch in diesem Jahr auf diversen Festivals spielen, bei denen ihre Crowd sich sicherlich tänzerisch verausgaben wird.

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