MKZWO Magazin

Lee Scratch Perry & Mad Professor live im Columbiaclub in Berlin

Am gestrigen Abend war es soweit, Lee “Scratch” Perry gab sich die Ehre vor dem Berliner Publikum aufzutreten. Doch bevor der Vater des Dub die Bühne betrat, wurden die Zuhörer von den Robotics in die richtige Stimmung gebracht. Der britischen Dubproduzent Mad Professor sorgte an den Mixern für den passenden Hall und zusammen ergab diese Mischung feinsten Dub.

Lee „Scratch“ Perry ist heute bereits eine Legende. Schon in den sechziger Jahren erfand er den modernen Reggae und hat sich seit dem auf unzähligen Platten verewigt. In jeglicher Hinsicht ist dieser mittlerweile 76 jährige Jamaikaner eine Attraktion. Einmal durch seine unermüdlichen Ideen Musik neu zu erfinden und seinen eigenwilligen Stil. So auch durfte man in Berlin gespannt sein, wie der Altmeister seinen Auftritt bewerkstelligen wird. Auf seinem Haupt thronte eine Kappe, die mit allerlei Verzierungen verziert war und einer Pickelhaube glich. Doch auch die Haarfarbe unter seinem Haupt wurde mehrfach enthüllt und so erstrahlte dieser kleine Mann mit seinem roten Haar und Bart im Columbiaclub.

Für sein Alter ist Lee noch recht gut beisammen, zumindest macht er seinem gemischten Publikum Konkurrenz, denn er schafft es noch die Fußspitze mit der Hand zu berühren. Im Großen und Ganzen war ich positiv überrascht, auch wenn man die Zurufe an die Hörer teilweise nicht mehr wegen nuschelns verstand. Reicht es bei einer solchen Persönlichkeit fast aus, einfach nur anwesend zu sein.

Leider, aber war vielen Zuschauern nach Lee „Scratch“ Perry’s Auftritt anscheinend nicht klar, dass noch eine weitere Band die Dynamics spielen. Daher war die Hälfte des Publikums schon auf dem Weg nach Hause. Für manch einen auch verständlich, denn unter der Woche ein Konzert, bei dem der letzte Act um 00.30h beginnt, ist vielleicht auch etwas schwierig, was das Schlafdefizit betrifft. Alles in allem ein feines Konzert.