MKZWO Magazin

Ky-Mani Marley im ausverkauften Yaam!!

„Yaam survided inna di berlin city.“ Wenn im letzten Jahr noch alles so verloren schien, so wurde dieses Gefühl spätestens seit dem 14.2. 2013 überstülpt von einer belebenden Euphorie. Ein volles, beinahe zu volles Yaam, noch an seinem bald alten Standort in Berlin. Wir sind auf dem einzigen Deutschland-Konzert von Ky-Mani Marley. Sein Grinsen, das so alles sagend ist, wie die Legende, die ihn ihm wohnt. 'He got the spirit' und hat seinen Gästen an diesen Abend einen Teil davon abgegeben.

Ky Mani Marley's Show war bunt gemischt: Rootsreggae, Dancehall, HipHop oder ruhig mal etwas Schnelleres. Nicht unbedingt das, was man von einem Marley-Sohn erwartet, aber Ky-Mani ist nunmal sehr vielfältig und das ist gut so. Die Performance der Songs seines Vaters, Bob Marley, zeigten, er gehört doch eindeutig zur Marley-Bande. Von vielen unterschätzt, legte er einen Auftritt hin, der keine Pause für sei Publikum versprach und die Hitze stieg an. Mamadee lieferte, neben Mayembé Malayika, das Vorprogramm in dieser Nacht. Die Gäste bekamen also eine Möglichkeit sich warm zu schunkeln und die Kälte beziehungsweise die Gedanken an die Kälte, außerhalb des Yaams, bei Seite zu lassen. Mamadee huschte nach ihrem Auftritt, ein weiteres Mal auf die Bühne, nachdem Ky-Mani sie freundlich dazu aufforderte. Im Duett sangen sie den Bob Marley und Lauryn Hill Klassiker: „Turn Your Lights Down Low“. Spätestens jetzt waren alle in dieser Räumlichkeit von Begeisterung und Emotion erschlagen. Auch wenn Ky-Mani keine eindeutige Linie gefahren ist, konnte er durchaus aufgrund seines facettenreiches Auftreten punkten Die Show begann mit Coversongs, aber nicht nur Bob Marley Songs wurden gespielt, sondern wider erwartend auch derzeitig angesagte Dancehall-Tunes. Insgesamt ließ er den Rootsreggae nicht etwa außer Acht und zeigte schnell, worum es ihm geht. 'Genre übergreifend Liebe zu vermitteln und dabei sich selbst treu bleiben.' Geäußert hat sich dies vor allem auch vor der Bühne. Solidarisches Verhalten und ein Abend bei dem der Dance nicht zu knapp kam. Viele glückliche Gesichter und „many rolling papers“. Mit „Hustler“ und „Warrios“ war Ky-Mani Marley wieder voll in seinem Flow und es wurde klar, viele konnten auch seine Texte mitsingen. Neueres ließ er verlauten mit „Rasta Love“, ein gefeiertes Feature mit Protoje. Nicht zu Letzt verzauberte er die Frauen mit seinem Valentinstag-Ständchen und einem allseits bekannten Lied seines Vaters: „No Woman No Cry“. Eine Herzlichkeit, wie sie durch Bob Marley noch Einigen in Erinnerung schwebt. Zwischendurch gab es dann noch einen Gastauftritt von Sonny Daze. Es folgte eine HipHop-Einlage. Die Arme der Menge bewegten sich gleichermaßen zum Beat und die Reaktionen waren äußerst positiv.

Zum Schluss gab es ein „Reinhören“ in sein neues Album „Evolution of a Revolution“. Damit stieg noch einmal die Begeisterung auf den Höhepunkt. Ky-Mani Marley am Valentinstag im Yaam, ein Muss für viele Reggae-, HipHop- und Bob Marley-Liebhaber. Für das Yaam und seine Crew sicherlich ein überragendes Highlight auf dem noch nicht alten Gelände. Für diejenigen, die keine Karte mehr bekommen haben, nicht traurig sein, denn demnächst wird sein neues Album erscheinen.

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