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Yung Lean veröffentlicht "Unknown Memory"

Yung Lean ist ein Internet-Wunderkind, ein schwedischer Teenager mit Fischerhut, der in seinen millionenfach aufgerufenen YouTube-Videos zu trashigen 90s/00s-Visuals über Nintendo und Arizona Iced Tea rappt. 2013 wird er über Nacht zum Kult-Phänomen, aber jeder weiß, dass die Stars in dieser kurzlebigen Netzwelt genauso schnell nach oben schießen, wie sie wieder vergessen sind. Doch bei Yung Lean kommt alles anders. Sein schrulliger Klamottengeschmack, seine hypnotisch-schleppende Rap-Technik und die Verschmelzung von Hiphop mit Elektro und Trance-Elementen trifft den Nerv einer Generation. Es folgen ausverkaufte Shows in den USA mit seiner Crew Sad Boys, Berichte im New Yorker und nach zwei Mixtapes nun schließlich das Album Unknown Memory. Auf ihm begegnet uns ein weniger ironischer und deutlich dunklerer, nachdenklicherer Yung Lean. Der 18-Jährige, der eigentlich Jonatan Leandoer Håstad heißt, ist an dem schnellen Erfolg nicht gescheitert, sondern gewachsen: Sein Rap-Stil ist professioneller, seine Lyrics relevanter und reflektiver, aber immer noch getrieben von jugendlichem Leichtsinn und ungebremster Kreativität. Verzerrte Vocals und Synth-Wolken schweben über klinischen Beats − mit diesem düsteren Hybrid aus Hiphop und experimenteller elektronischer Musik wird Yung Lean seinem Ruf als aufregendster Newcomer der Rapszene mehr als gerecht.

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