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Dissythekid mischt den deutschen HipHop-Zirkus erneut auf

Drei Jahre ist es inzwischen her, dass Dissythekid mit seiner brachial-vertrippten "Pestizid EP" den deutschen HipHop-Zirkus zum ersten Mal aufgemischt hat. Wenn er in der Zwischenzeit nicht gerade innovative Videos für diverse Rap- und Pop-Größen gedreht hat oder mit Geistesverwandten wie Lance Butters und Ahzumjot auf Tour gegangen ist, dann haben Dissythekid und sein dunkles Schatten-Alter-Ego Fynn weiter an ihrem äußerst eigenständigen Soundentwurf zwischen tiefen 808-Bässen, tonnenschweren Drums und psychedelischen Samples, zwischen unironischen Deutschrap-Zitaten, Anti-Premiumboxen-Rhetorik und subtiler Systemkritik gefeilt.

Das Ergebnis dieser musikalischen Experimente ist die Fynn EP, die am 16.06.2017 bei Heart Working Class erscheint: Sechs Songs, die mit ihren komplexen Strukturen und melodiösen Elementen weit über den Rap-auf-Beats-Horizont der hiesigen HipHop-Blase hinausgehen. Das ist »echte Musik« ohne jegliches Müsli-Muckertum. Ein flirrender Soundtrack zum Weltuntergang. Früher, in einer anderen Zeit, hätte man so etwas vielleicht mal »Trip-Hop« genannt. Für Dissythekid ist es schlicht und einfach »der Sound der Revolution«.

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