MKZWO Magazin

EPMD

Die allgemeine Situation der HipHop Szene hat unsere Wiedervereinigung beschleunigt“ Sie sind wieder zusammen und fangen dort an, wo sie aufgehört haben: ”Back in Business.“ MKZWO sprach mit Erick Sermon und Parrish Smith darüber, wie man nach 5 Jahren Trennung wieder zueinander findet.

MKZWO: Es ist super Euch wieder zusammen zu sehen. Welche Entwicklung habt Ihr durchgemacht, wo Du, Erick, doch damals gesagt hattest, es würde EPMD nie wieder geben?

Erick: Ja, das war '94, kurz nach der Trennung. Parrish und ich haben in den letzten drei Jahren häufig darüber gesprochen und uns war klar, daß es irgendwann wieder EPMD geben würde. Die allgemeine Situation der HipHop Szene, mit den Toden von Eazy-E, 2Pac und Biggie, hat unsere Wiedervereinigung beschleunigt.

Parrish: Die Zeiten ändern sich und sie verändern dich ebenfalls. Man wird erwachsen und sieht die Dinge anders.

MKZWO: Hatten die Hit und die Def Squad auch Ihren Anteil daran?

Erick: Ja, die sind auch wieder zusammen und wir nennen uns jetzt alle "The Squadron"

MKZWO: Was können wir vom neuen Album erwarten?

Erick: Hier in den Staaten läuft es ganz gut, es hat schon fast Gold. Das EFX sind drauf, es gibt den Headbanger II mit Redman und Keith Murray, also heiße Joints. Unsere nächste Single heißt "Richter scale" zu der wir nächste Woche das Video produzieren werden. Wir haben sind live im Fernsehen und bekommen sehr viel Unterstützung. Dafür, daß wir fünf Jahre weg waren kann man sich nicht beklagen.

MKZWO: Produziert Parrish jetzt auch Songs?

Erick: Ja, alle Songs werden von mir, Parrish und Scratch produziert. Aber es kommt nicht darauf an, wer produziert hat. Wenn ein Beat phat ist und wir einen geilen Song daraus machen können, ist es egal, wer letztendlich an den Reglern saß, solange es EPMD vorwärts bringt.

MKZWO: Könnte man bezüglich Eures Stils sagen: "Never change a winning Sound?"

Erick: Es ist so, obwohl wir getrennt waren ist de EPMD Sound geblieben. Eine Menge Crews sind hochgekommen, indem sie unseren Stil zu produzieren oder zu reimen kopiert haben. That's okay with me, aber die meisten Crews haben uns keinen Respekt dafür gegeben. Now we're back to let them know what time it is.

MKZWO: Was hat sich geändert in der Art das neue Album rauszubringen, verglichen mit der Arbeit an Eurem ersten Album "Strictly Business" 1986?

Erick: Parrish und ich denken, daß das neue Album "Strictly Business" ähnelt. Die Art die Beats zusammenzustellen, die Art zu Reimen, die Arrangements haben sich nicht geändert und das finden wir gut. Da einzige was sich in '97 wohl geändert hat ist der Flow aber ansonsten weißt Du: es ist EPMD.

MKZWO: Erick, Du sagtest damals auch, Du hättest keine Lust mehr auf Tour zu gehen und wolltest Dich mehr auf die Studioarbeit konzentrieren. War EPMD ohnehin nicht sehr studioorientiert und wird sich das in Zukunft ändern?

Erick: Nein, nein, nein, EPMD war eine Live-Gruppe. 1988 tourten wir mit RUN DMC, '89 mit LL, dann1991 mit MC Hammer(!) und Public Enemy und 1992 dann noch alleine.

MKZWO: Wie sieht's denn mit Europa oder Deutschland aus?

Erick: Wir waren gerade in London bei diesem Carnival mit 2 Millionen Leuten auf den Straßen, in Deutschland waren wir '91 auf der Tour.

Parrish: Öund kommen auf jeden Fall auch wieder zu euch!

MKZWO: Also habt Ihr schon mal die Internationalisierung des HipHop kosten können oder meint ihr es ist immer noch ein New York Ding?

Parrish: Nein, nein, wir bauen alle an einem HipHop Gebäude. Um ehrlich zu sein, ich glaube in Europa habt ihr ein besseres Konzept. Ihr folgt zwar unseren Styles aber im Gegensatz zu hier, ist es euch egal, ob jemand vor vier Jahren "in" war oder jetzt hip ist, sondern ihr genießt einfach die Musik. Als wir das letzte mal drüben waren, haben wir B-Boys gesehen, die einfach Spaß hatten, ohne zu fragen, wann wer welchen Erfolg hatte.

MKZWO: In Europa wird mehr Wert darauf gelegt die Sparten des HipHops unter einem Dach zu halten, was läuft in dieser Hinsicht in den Staaten?

Parrish: Ja, es stimmt, das ist hier ein bißchen verloren gegangen aber EPMD ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Das Problem ist, daß die neue Generation nicht die Erfahrung und das Wissen hat, wo die Wurzeln liegen. Wir versuchen das z.B. in Gesprächen und Interviews zu vermitteln und die Roots vorzuleben.

MKZWO: Welche Moral könnt Ihr aus der ganzen Geschichte eurer Trennung, dem Streit und der Wiedervereinigung an unsere Leser weitergeben?

Parrish: Leben bedeutet zu wachsen. Es gab z.B. vor ein paar Jahren den "Million Man March" auf Washington, um die Einheit der Schwarzen zu demonstrieren. Genauso ist EPMD eines der Powerhouses des HipHop und wenn Erick und ich die Magie besitzen, zusammen die Leute glücklich zu machen und gegen den ganzen Bullshit der im Moment in der HipHop Szene abläuft anzugehen, wären wir doch engstirnig und blöd, wenn wir unsere Differenzen nicht begraben könnten.

Und dann folgte noch ein phatter Radio Freestyle Jingle für die neue MKZWO-Radioshow, die demnächst auf MDR Sputnik laufen wird.

 

 

More About