MKZWO Magazin

RZA

“Der Traum von Wu-Tang ist es, ein neuer Markt zu sein.” Robert Fitzgerald Diggs alias The RZA a.k.a. Prince Rakeem a.k.a. Bobby Digital a.k.a. The Abbott a.k.a. Bobby Steels a.k.a. Rzarector a.k.a. Bobby Boulders a.k.a. Ruler Zig-Zag-Zig Allah. Mit seinen mittlerweile 37 Jahren hat der spirituelle Mentor des Wu-Tang Clans noch mindestens genauso viele Visionen wie a.k.a.s. Eine der größten war, einen weltweiten Wu-Tang-Output zu schaffen. Dies sollte erreicht werden, indem immer mehr Rapper aus dem Umfeld gepusht und neue Labels gegründet wurden. Eine sehr große Vision, vielleicht zu groß, um sie zu kontrollieren, denn diverse Alben wurden von den Plattenfirmen zurückgehalten, schlecht promotet oder gar vom eigenen Label gebootlegt. Ende der 90er Jahre wollte RZA als Teil dieses weltweiten Outputs europäische Talente fördern und hat infolgedessen Wu International gegründet. Obwohl die Plattenfirma mit Cilvaringz aus Tilburg und Fredi Kruga aus London zwei solide MCs unter Vertrag hatte, wurde - anstatt sich auf die eigenen Talente zu konzentrieren - dann doch lieber exklusives Material, welches aus den USA zur Verfügung stand, für den europäischen Markt gebootlegt. ...mehr

Azad

“Ich glaube nicht, daß mir irgendwo anders mehr Freiheiten gegeben worden wären!” verdeutlicht Azad die Richtigkeit der damaligen Entscheidung. Inzwischen hat er sich selbst weitgehend etabliert und mit dazu beigetragen, daß 3P nicht mehr nur belächelt wird. Nach der gefeierten ersten Single “Napalm”, Collabos mit seinem Freund Savas, einem Disstrack gegen Samy und Beef mit MC Rene erscheint nun Azads zweites Album “Die Faust Des Nordwestens”. “Der Titel ist nicht nur ein Representer-Ding, er ist in Anlehnung an ein Mangacomic entstanden - Fist Of The Northstar”, erklärt er. Die Selbsteinschätzung, er habe alles, was er seit “Leben” gelernt hat, in den Nachfolger einfließen lassen, läßt eben jene Erfahrungen unausgesprochen. “Na ja, man macht Fehler, vor allem, wenn es das erste Album ist. Ich habe jetzt versucht, alles zu verbessern: Equipment, Aufnahmequalität.” ...mehr

Tekitha

"Nachdem ich mein Leben lang Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben habe, bin ich 1994 eines Morgens in meiner Heimatstadt Sacramento aufgewacht und habe kurzerhand beschlossen, Sängerin zu werden.” Im darauffolgenden Jahr ist die junge Frau erst nach Atlanta, dann nach Chicago gezogen und hat zwischenzeitlich ein Demo-Tape zusammengestellt, welches dann von einem Freund an den Wu-Tang Clan weitergeleitet wurde. Dieser befand sich gerade auf Tour und nahm sich zwischendurch gerne Zeit, dem frischen Talent digital zuzuhören. ...mehr

Hamburger Hill

Rap muß auch mal einen guten Schnack abkönnen. Mit einem gut gelaunten Hamburger ein Gespräch zu führen, kann sehr unterhaltsam sein. Nicht nur wegen des von ihm Berichteten, sondern eben auch aufgrund der Art und Weise seines Dialekts. Miles, seines Zeichens DJ, MC und neben Hauptmischer Sleepwalker der zweite Producer des Quintetts Hamburger Hill, ist so ein erfrischender Geselle. Er beginnt damit, mich zu korrigieren: ”Eigentlich bin ich gar kein MC.“ Sondern? ”Ach, ich rappe nur. Das ist ein Unterschied.“ Mag sein und Bescheidenheit kommt immer gut. Immerhin bleiben ihm so auch noch zwei Funktionen inmitten seiner Crew. ...mehr

Nas

“Wir sind alle Gewinner” Nasir Jones, der alte und eben wieder gekrönte König der Straße, bat zur Audienz. Da machte sich auch Milo mit seinem kleinen Diktiergerät sowie zwei Mitstreitern auf zum Hyatt Hotel am Potsdamer Platz, um den gerade mal wieder neugeborenen Sohn Gottes persönlich zu treffen und um Rat zu fragen. Natürlich waren er und seine tapferen Gefährten nicht die einzigen, die Seine Lyrische Hoheit sprechen wollten, und so warteten sie geduldig im Vorzimmer, bis Nas geruhen würde, sie zu empfangen. ...mehr

Beatfabrik

Von unten nach oben Angefangen hat für mich alles im Jahre des Herrn 2001 mit einer eher unscheinbaren Kassette, die mir Fuats damaliger Labelkontakt Jochen K. nach einem Interview in die Hand gedrückt hatte. Promolle MCs stand da drauf, und auf dem Cover grinsten zwei Gestalten etwas dämlich in die Kamera. Nicht gerade aufsehenerregend, und unter dem Titel stellte ich mir auch eher prollige Saufmucke vor. ...mehr

Buju Banton

“Wenn Ihr was Authentisches wollt, kauft Euch das Original.” Obwohl der Mann ja Reggae-typisch Single nach Single raushaut und Tour auf Tour folgen läßt, liegt das letzte reguläre Album von Buju Banton nun doch schon wieder drei Jahre zurück. Doch wer zuletzt lacht, lacht am Besten, wie wir schon beim Cover-Artwork feststellen können. Auf “Unchained Spirit” kollaborierte er damals mit den Punkrockern Rancid, auf “Friends For Life” ist diesmal das für ihn wohl ungewöhnlichste Feature der US-Rapstar Fat Joe. ...mehr

The Clipse

Hustler-Leben in Virginia Ihrer Musik zufolge müßten Gene Thornton aka Malice und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Terence die gefährlichsten Street Hustler aus Virginia sein. Mit “Lord Willin’” sorgten sie dank ihrer Jugendfreunde, The Neptunes, im Jahre 2002 für mächtig Furore und dürfen daher ruhig als hottest Newcomer des vergangenen Jahres bezeichnet werden. Während der Jay-Z Europatournee hatte ich die Gelegenheit, beide zu einem Gespräch zu treffen. ...mehr

NURO

Hilfe zur Selbsthilfe Wie zumindest viele Berliner mitbekommen haben dürften, kletterten sowohl Ganjaman & Junior Randy, begleitet von Feueralarm, Vido & The Growing Tree und Headcornerstone, als auch die DJs Oli Massive und Selekta Mik Ende Dezember letzten Jahres auf die Bühne des ColumbiaFritz, um dem Publikum ein gelungenes “Reggae Benefiz Konzert” zu servieren. ‘Benefiz für wen?‘ fragen sich manche nicht zu unrecht, da auch die Anzeige im damals aktuellen MKZWO nicht mehr Informationen zum Verwendungszweck der Geldsammlung enthielt. ...mehr

ITF World Championships 2002

Endlich gab es die ITF World Championships auch mal in Deutschland, genauer gesagt in München. Mit circa 2.500 Leuten platzte die Muffathalle aus allen Nähten. Und das aus gutem Grund, denn in den letzten Jahren ist gerade in Deutschland die Zahl der Turntableaktivisten und Fans enorm gestiegen. Aber auch aus vielen anderen Ländern waren Zuschauer angereist. Man hörte alle möglichen Sprachen. Verbindung und Annäherung durch Turntableism als Universal Language. ...mehr