MKZWO Magazin

Desi Beats - Da geht einiges!

Ich muss einfach tanzen, wenn ich diese Musik höre“- Diesen Satz habe ich oft von Partyleuten gehört bei unseren „Bombay Boogie Nights“ Nächten, egal ob Hip Hopper, Raggaheads, Hippies,chartsmusikhörer, alternativefreund oder Anhänger der Breakbeats, sie alle gehen ab, wenn die Dj´s indischen Sound vermischen mit Ragga, Hip Hop, Soul, Drum´n´bass oder anderen Musikstilen. Und jeder weiß wer der „Schuldige“ ist und zwar Panjabi MC brachte mit seinem Track „Mundian to Bach Ke“ Bhangra erst in die Clubs und dann in den Chartshimmel..... Eine Welle von indisch angehauchten Tracks, Compilations und Partys überschwemmt Deutschland und die Welt, doch irgendwie wird die indische Musikszene selber nie ausführlicher vorgestellt in den deutschen Medien, denn es gibt noch mehr kreative Köpfe in dieser speziellen Szene als Panjabi MC! ...mehr

Marcello

"Ich will gar nichts ändern, sondern die Leute sollen die Texte auf sich wirken lassen." Wahrgenommen habe ich Marcello zum ersten Mal im Rahmen der Reimliga - einem losen Zusammenschluß im Internet von HipHop Aktiven. Auf deren zweiten Veröffentlichung "Reimliga 2000" befindet sich Marcellos erste Veröffentlichung "Hoppla". Danach habe ich erst wieder von ihm gehört, als mir Ronny die Vorabversion zu "Innercity Kinder" in die Hand drückte. Über "den" müsste man mal etwas im MKZWO bringen, dachte ich mir damals (Juni 03) noch und schob die Sache vor mir her. Eine Veröffentlichung auf MKZWO Records wurde immer konkreter. Durch meine Beteiligung am Artwork des Covers konnte ich zwar den weiteren Feinschliffprozeß seines Albums sehr nah mitverfolgen, schob aber den Artikel, in Erwartung des Endproduktes, noch länger vor mir her. ...mehr

Aggro Berlin

"Wir reißen uns seit drei Jahren den Arsch auf, da muss schon die Perspektive TopTen Hit her, damit sich das ausbezahlt."  "Am 01.01.2001 hat das Unheil begonnen.", beginnt Jens seine Schilderung der Entwicklungsgeschichte von Aggro Berlin. Mit seinem Freund Spector lieferte er sich jedes Wochenende beim Wegegehen regelrechte "Tapebattles'. Sprich, man spielte sich gegenseitig neuentdeckte Rapkassetten im Autoradio vor. "Irgendwann sind wir krass hängen geblieben auf diesen Sektetapes. Eric meinte, lass mal kucken, ob wir uns mit den Jungs irgendwie zusammensetzen können." ...mehr

Die Lätzten

Nachdem ich den Bassboxxx-Sampler zum Rezensieren in meinen Händen hatte, mußte ich mich zwangsläufig mit der Musik, den Texten und den Künstlern beschäftigen. Und zumindest einiges davon sollte man gehört haben, wenn man über Rap in Deutschland spricht. Als ich dann Akte One zufällig im MKZWO Büro treffe und er mir von seinem in Kürze erscheinenden Album erzählt, einigen wir uns auf eine Plauderstunde und musikalische Bestandsaufnahme im Lätzten Loch. ...mehr

Write4Gold - ein Bild entsteht

Write4Gold ist mit Sicherheit in diesem Sommer das große Stichwort in Sachen Graffiti gewesen. Mit dem ersten offiziellen nationalen Graffiti-Battle ist es damit dem im November 2002 gegründeten CantStopFanatics-Team gelungen, eine Veranstaltungsreihe zu konzipieren, die auf positive Resonanz sowohl bei den teilnehmenden Crews als auch den Besuchern stieß. Die Zielsetzung dieser Event-Organisation ist in der offiziellen Version mit den schwergewichtigen Worten “zur szenespezifischen positiven Beeinflussung der gesamten HipHop Kultur, mit dem Schwerpunkt Graffiti” wiedergegeben. Einfacher ausgedrückt, geht es um ein deutschlandweites Meeting der Writing-Szene, bei dem aus insgesamt vier Vorentscheiden die regional besten Teilnehmer auf dem Splash! zum Finale antreten.  ...mehr

Common

Wassermänner, Jimmy Hendrix und der elektrische Circus Common oder, wie viele ihn immer noch nennen, Common Sense, hat mit “Electric Circus” fraglos sein bisher abenteuerlichstes Album veröffentlicht. Stand er auf seinen früheren Werken “Can I Borrow...”, “Resurrection” und “One Day It’ll...” noch ganz in der Tradition (und vielleicht auch im Schatten) der Native Tongue-Vorbilder Tribe und De La, löste er sich schon mit dem 2000er Album “Like Water From Chocolat” vor allem durch die verstärkte Mitarbeit der Soulquarians aus dem strengen HipHop-Kontext und öffnete sich Richtung Jazz. Auf “Electric Circus” wirft er die Fesseln ganz ab und experimentiert mit Rock, Jazz, Fusion, Elektro, Ragtime, kurz: so ziemlich allem, was die jüngere (schwarze) Musikgeschichte hergibt. Seinem Konzert im Rahmen der dazugehörigen Tour konnte man also mit erhöhter Vorfreude entgegensehen. ...mehr

Art of Gino Fuchs

“Die Natur hat zehntausend Farben, und wir haben uns in den Kopf gesetzt, die Skala auf zwanzig zu reduzieren.” Was deutsche Schriftsteller schon vor einigen Jahrzehnten festgestellt haben, scheint heute noch immer ein gerngesehener Standard." Beruhigend zu wissen, daß die wohlbekannte Kunstform des Graffiti dieser grauen Tatsache entgegenwirkt. Doch insbesondere die Buchveröffentlichungen der vergangenen Jahre im mehr oder weniger bekannten Stylefile-Format haben nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität auf dem bunten Markt der Pieces und Bombings deutlich gemacht. Bis heute muß sich der interessierte Betrachter dieser dokumentierten Bilder mit scharfem Auge und Vergrößerungsglas auf die Suche nach erkennbaren Details machen. ...mehr

Dejavue

Auf der Suche nach dem Patentrezept Was lange währt wird endlich gut. So oder ähnlich könnte man den Werdegang des Berliner Rapduos Dejavue und die Entstehungsphase des Debütalbums “Naturtalent” beschreiben. Nach ihrer 2000er Erfolgssingle “2 Dumme 1 Gedanke” schien zunächst alles so zu laufen, wie man es sich als aufstrebender Underground-Act wünscht: Der Single folgten ein Majordeal und die Aussicht auf ein Album. “Wir haben uns damals zu sehr nach dem gerichtet, was das Label von uns erwartet hat”, erinnert sich NO Double 79, und Kompagnon Robsen ergänzt: ...mehr

Ceza

“Ich spiele in der Weltliga und brauche keine Idole.” Vergeßt Twista. Laut Guinessbuch der schnellste Rapper der Welt? Das war einmal. Jetzt gibt es Ceza. Das heißt eigentlich gibt es Ceza schon seit 26 Jahren. Damals wurde er in Istanbul geboren, wo er im Stadtteil Kadiköy auf der anatolischen Seite aufwuchs. Mitte der 80er, zu Zeiten des Schwarzweiß-Fernsehens, sah Ceza “Beatstreet”. Damals wußte er nichts von Rap, interessierte sich aber für diese “sprechende Musik”. ...mehr

R&F Dope

“Aus Respekt sollte man die Quellen angeben, wo es her kam.” “Rebel One ist seit vielen Jahren auf jeder Jam (Konzert) zu finden und ein begnadeter Freestyler, der spontan Reime auf Deutsch oder Englisch zur Musik entwickeln kann und nur so vor Textideen sprüht”, heißt es im Begleitheft zum 1994 erschienen “B-Town Flavor”-Sampler. Was Andreas Bick damals schrieb, kann man so fast zehn Jahre später immer noch auf Rebel One beziehen, nur daß er seine Textideen nun doch lieber rappt. Viele Projekte haben sich in seiner Discographie angesammelt, zum Beispiel Denots Crew “Gotta Rock” (1988), Swats “Vibrazone” (1993) oder sein Soloalbum “Rebellion” (2003). Freaky Floe rappt seit ‘96 und gründete zwei Jahre später die Nachbarschaft (NBT), in welcher auch Rebel One vertreten war. Aus dieser Ära stammt auch die NBT-Release “B-townRipShit” (2000). Später folgten noch die Soloreleases “Fresse” (2001) und “FLOE” (2002). ...mehr