MKZWO Magazin

Pöbelelite

„Von Pöbel-/Hooligan- über Sex-/Porno- und Horror-/Psychedelic- Rap bis zu richtigen Konzept Songs wird alles Wichtige bedient, um den anspruchsvollen Betrunkenen ein hohes Maß an Unterhaltung zu garantieren“, prahlen die Proleten der Pöbelelite. Die niedersächsische Band, unter Vertrag beim Label Krasscore Records, interpretiert Deutschrap auf jeden Fall auf ihre Art. „Ich erweitere deinen Horizont anders, weil ich dich solange jag’ bis du zum Horizont wanderst“ – doch auch musikalisch wird von der konventionellen Art unter der HipHop Musik verstanden wird abgesehen.

So werden elektronische Instrumentals, welche fast an Techno erinnern genutzt, aber auch mal ein Linkin’ Park Beat neu verpackt. Ob man dies als revolutionär oder eher gewöhnungsbedürftig abtut bleibt Geschmackssache. „Regional sind die Fans auf Konzerten lauter als die Boxen“, so Estek (16), jüngstes Mitglied der dreiköpfigen Band neben dem Griechen K.O.S (27) und In$ane (21). Überregional kann man die Pöbelelite wohl eher noch als Newcomer der nächsten Generation bezeichnen. Mit Zeilen wie „Wenn ich dich Bitch in den Reißwolf stecke, wirfst du noch schnell einen Blick auf die Weißgoldkette“ macht die Band ihrem Namen alle Ehre - so auch der Titel des im Sommer erscheinenden Albums „Der Name ist Programm“. Wer dann hochkarätige Featuregäste – alte Hasen in der Historie des deutschen Battleraps – zusammen mit „Rapmusik“ umgesetzt mit unkonservativen Methoden hören will sollte www.krasscore.com von nun an als Startseite einrichten. Auf selbiger Homepage ist jetzt schon der Vorbote „Pöbeln M8 Frei“ in Form eines Mixtapes herunter zu laden.

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