Frisch auf den Tisch, das Debütalbum des Techno-Veteranen Richard Bartz! Bartz hatte in der Vergangenheit Konsensplatten wie ’Style Wars EP’, ’Subway EP’, ’Ghettoblaster’ und andere veröffentlicht, die ihn im Technozirkus einen Platz für die Vergangenheit und Zukunft sicherten!
Mit diesem sehr durchproduzierten Debütalbum auf seinem eigenem Label Kurbel zieht Bartz ein Resümee der musikalischen Eindrücke der letzten Dekade. Bartz war mit seiner eigenen Musik immer im Underground angesiedelt, bei Produktionen für DJ Hell ging es aber schon manchmal in mengekompatiblere Gefilde. Um so erstaunlicher präsentiert sich dieses Album in einem ebenso recht poppigen Gewand. Der Fingerzeig liegt dabei immer noch eindeutig beim Underground, was man allein an der sehr klassischen Instrumentierung hört - Roland’s Maschinenpark lässt grüßen! Man findet hier viele Stile zu einem neuen Kontext vermengt, der sich momentan hören lassen kann, aber einen Anspruch an Zeitlosigkeit definitiv in Frage stellt. Die Tracks sind allesamt auf den heutigen Dancefloor zugeschnitten und verbinden z.B. wegweisende Chicagohouse- oder Acid-Elemente inklusive fetten Basslines mit den momentan funktionierenden Rhythmusstrukturen. Die Gestaltung der einzelnen Tracks ist wirklich sehr abwechslungsreich, jedoch vermisst man einen gewissen Plot (das Intro ausgenommen), den ein Album heutzutage zeigen sollte. Zusammenfassend ist zu sagen: ein Reinhören lohnt, wenn man nicht zu sehr mit Richard Bartz’s früheren Werken liebäugelt! Tipps: Intro, Do it, Real People, Crazy Mad Bartz.
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